Ein „e“ zuviel…
Die diesjährige Vereinsreise der Härkinger Dorfbühne wird uns allen in Erinnerung bleiben, denn unsere Lachmuskeln wurden wieder einmal arg strapaziert! Die zweitägige Reise übers Elsass in den Schwarzwald war sehr schön, die Sonne schien aber die Vorkommnisse haben es ausgemacht:
Gutgelaunt versammelten wir uns am Samstagmorgen auf dem Dorfplatz in Härkingen. Unser Reisebus war startbereit und der Name des ersten Etappenortes ins Navi eingegeben. Damit begann das „Elend“, was wir zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht wussten. Eine Stunde später, im wunderschönen Dörfchen Kientzheim angekommen, suchten wir nach dem Wegweiser, der uns zum Affenberg führen würde. Nachdem wir zweimal gewendet und das Dörfchen von jeder Seite kennengelernt haben, fragte Philipp einen Passanten nach dem Weg. Mit einem Schmunzeln im Gesicht kam er zurück und erklärte, dass sich der Affenberg in Kintzheim (ohne e!) befinde. Also, auf ein Neues. Kintzheim ins Navi und los. Bereits eine Stunde hatten wir auf den „Marschplan“ Verspätung und diverse Witzbolde konnten es nicht lassen, sich einen Spass daraus zu machen und zu spekulieren, wie sich diese Verspätung (denn der Affenberg war noch überhaupt nicht in greifbarer Nähe) auf unser aller weiteres Leben auswirken würde: Die erste Sorge war natürlich dass wir „verdursten“ könnten. Dann waren Markus’ Angst, dass er Leos Eintritt in die RS verpassen würde und Robis Verzweiflung darüber, die WM 2010 nicht miterlebt zu haben, nur zwei der unzähligen Szenarien, was wir alles verpasst haben könnten, wenn wir endlich wieder in Härkingen ankommen.
Mit gut einer Stunden Verspätung, kamen wir dann doch auf dem Affenberg (dessen Besuch wir insgeheim schon abgehakt hatten) an und erfreuten uns an den herzigen Affen, welche sehr zutraulich waren. Durch die Verspätung verkürzte sich natürlich unser Besuch bei den Affen, was diese uns aber nicht übel nahmen.
Unser nächstes Ziel war Riquewihr, ein wunderschönes Dörfchen im Elsass, wo wir den feinen Wein degustieren und dazu traditionellen Flammenkuchen geniessen konnten. Auch das anschliessende Mittagessen war ganz elsässisch. Den Nachmittag verbrachten wir alle individuell und nutzten die Zeit um zu lädele, die schönen Gebäude zu bewundern oder ein Bierchen zu trinken. Letzteres wurde dann aber Werni zum Verhängnis, was er aber erst in unserer Unterkunft im Schwarzwald bemerkte: Er hatte sein Portemonnaie auf dem Tisch in der Gartenwirtschaft liegen lassen! Logisch war er nach dieser Entdeckung von den Socken. Nachdem er im Restaurant angerufen und erfahren hatte, dass das Portemonnaie wohlauf und in Sicherheit sei, wollte er Hals über Kopf zurückfahren um es zu holen. Mit vereinten Überredungskünsten haben wir ihn davon überzeugt, dass er sich das Portemonnaie doch nach Hause schicken lassen könnte, damit er und der Chauffeur nicht auf den gemütlichen Abend verzichten müssten. Er war dann Einsichtig und – wie kann es anders sein – war er fortan das „Opfer“ unserer „Hänseleien“. Auch zeichnete sich ab, dass Rita ganz „heimlifeiss“ ist. Sie „umgarnte“ unsere Männer in einer Weise, wie wir dies ihr nie zugetraut hätten nicht einmal unser Chauffeur Andreas wurde verschont.
Ausgeschlafen und gestärkt durch das reichhaltige Frühstück machten wir uns am nächsten Morgen auf den Weg zum Freizeitpark Steinwasenpark im Schwarzwald. Sogar Marie-Louise konnte sich, trotz vorheriger Beteuerung, sie käme auf keine Bahn, da ihr sofort schlecht würde, dazu „überwinden, sich diversen „Gefahren“ auszusetzen. Auch Claudia überwand ihre Höhenangst und überquerte dann locker die Hängebrücke.
Nach zwei Stunden Vergnügen ging die Fahrt dann weiter nach Rickenbach (immer noch in Deutschland), wo wir ein ausgiebiges Zvieri/Znach aufgetischt bekamen. Nachdem das Lieblingsgetränk der Herren nach einem berühmten Härkinger (Name der Redaktion bekannt) benannt wurde, und die Kellnerin dann auch ohne Erklärung das Richtige servierte, war natürlich „dr Chessu gflickt“.
Während der ganzen Heimreise mussten wir uns den Bauch halten vor Lachen: Von der Erwartung, wie Härkingen nach unserer langen Abwesenheit wohl aussehen würde, über das Schmuggeln vom papier- und bargeldlosen Werni über die Grenze, wie die Erinnerung an das deutsche Bier mit Namen eines Härkingers und nicht zuletzt Ritas „Männerverschleiss“ kam alles zur Sprache.
In Härkingen angekommen, wurde unserer tollen Reise noch das i-Tüpfelchen aufgesetzt: Arthur und Ursula (sie konnten ferienhalber leider nicht an der Reise teilnehmen) erwarteten uns mit einem feinen Apéro. Sie konnten uns dann auch beruhigen, dass sich während unserer Abwesenheit in Härkingen nichts verändert hat. :-)

















































































